Kärnten: „Wie schön, Sie wiederzusehen“: Zwei Kulturhighlights in der Klagenfurter Burg

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Amt d. Kärntner Landesregierung - Symbolbild
© LPD Kärnten
19 Jun 10:00 2021 von Redaktion Salzburg Print This Article

LH Kaiser eröffnete „Elke Maier. SPACEd“ des MMKK in der Burgkapelle und besuchte im Burghof „Medea Matrix Gold“-Premiere vom Theater Wolkenflug

Klagenfurt (LPD). Mit „Elke Maier. SPACEd“ startete gestern, Mittwoch, eine Ausstellung im Museum Moderner Kunst Kärnten (MMKK). Konkret geht es um eine eigens für die Burgkapelle konzipierte Rauminstallation, die noch bis zum 29. August zu sehen ist. Entstanden ist sie in Kooperation mit dem Kärntner Energieversorger KELAG, für den Elke Maier bereits 2008 die Rauminstallation „HOCHSPANNUNG“ im Schaukraftwerk Forstsee umgesetzt hat. Die offizielle Eröffnung nahm Kulturreferent Landeshauptmann Peter Kaiser vor. Dieser erlebte wenige Stunden später im Klagenfurter Burghof das nächste Kulturhighlight. Dort feierte das Theater Wolkenflug mit dem Stück „Medea Matrix Gold“ Premiere. Bis einschließlich 29. Juni gibt es um jeweils 20.30 Uhr noch acht Vorstellungen. Kaiser sah sich in einem „kunstvollen, kulturellen Stress“, wie er erfreut mitteilte. Und den Menschen sagte er: „Genießen Sie das vielfältige Kulturland Kärnten.“

Bei der Ausstellungseröffnung im MMKK zeigte sich Kaiser sehr fasziniert von der Rauminstallation. In wochenlanger Arbeit hat die Künstlerin tausende Fäden im profanierten Sakralraum gespannt, womit sie ein Wechselspiel zwischen Licht, Raum und Materie schafft. „Kompliment auch für Ihre Ausdauer“, so Kaiser. Maier erklärte, dass Anfang und Ende jedes Fadens am Boden ist, was auch die spätere Demontage erleichtere. Sie schaue jeden Augenblick, welchen Faden sie wie spanne. „Am Computer kann man das nicht planen“, so die Künstlerin, die in Bayern geboren wurde und seit 1996 in Gmünd lebt. Ebenfalls bei der Eröffnung von „Elke Maier. SPACEd“ dabei waren Leiterin Christine Wetzlinger-Grundnig und Nora Leitgeb vom MMKK, Kulturabteilungsleiter Igor Pucker und Josef Stocker von der KELAG.

„Wie schön, Sie wiederzusehen“, rief der Landeshauptmann am Abend dem Publikum von „Medea Matrix Gold“ zu. Beim Theaterstück geht es laut Theater Wolkenflug um eine „Frauengeschichte nach Euripides, Christa Wolf und anderen“. Regie, Textfassung und Konzept stammen von Ute Liepold, als „Medea“ und „Jason“ stehen Magda Kropiunig und Kai Möller auf der Bühne. Sie werden musikalisch live unterstützt von der Cellistin Ana Laura Dominguez aus Mexiko-City. „Dieses Stück hat 2.452 Jahre auf dem Buckel und schafft es trotzdem immer wieder aufs Neue, sich mit wichtigen gesellschaftspolitischen Themen auseinanderzusetzen“, meinte Kaiser. Auch die Fassung von Ute Liepold reflektiere darüber, wie Schuldfragen gestellt werden.

Stolz zeigte sich Kaiser auf die Resilienz der Kunst- und Kulturszene. Er warf aber auch ein: „Das ist einerseits auch dem Umstand geschuldet, dass sie es so oder so nie leicht hatte.“ Seitens der öffentlichen Hand versuche man, das Beste zu geben, könne den Leistungen von Kunst und Kultur jedoch nie ganz gerecht werden.

Informationen unter: https://mmkk.ktn.gv.at/ bzw. https://www.wolkenflug.at/




Quelle: Land Kärnten



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